Am 23. März 1919 fand die erste Generalversammlung nach dem Krieg statt, das erste Schützenfest erst ein Jahr später. Ebenfalls 1920 trat Franz Schlüter aus Altersgründen von seinem Amt zurück. Als Nachfolger wurde der Schreinermeister Friederich Reineke gewählt, der das Amt des Oberst bis zu seinem Tod 1924 bekleidete. Ihm folgte der Bauer Clemens Block nach.
Im Inflationsjahr 1923 fand aufgrund der wirtschaftlichen Lage kein Schützenfest statt und im Jahr 1925 wurde das Fest erstmals in der Gastsstätte Hasse gefeiert. Erwänenswert ist dabei, dass am zweiten Tag ein Kalb geschlachtet und alle Schützen zum Frühstück eingeladen wurden. Das war der Beginn des traditionellen Schützenfrühstücks - bis heute einer der Höhepunkte eines jeden Schützenfestes.
Die Zeit der NSDAP-Herrschaft ging auch am Bürgerschützenverein Wewer nicht spurlos vorbei. Um dem von der Partei geforderten Anschluss an den Deutschen Schießsportverband (und damit der Kontrolle durch die Partei) zu entgehen, trat man im Jahr 1935 dem Westfälischen Heimatschutzverband bei und änderte den Namen in "Heimatschutzverein Wewer". Außerdem feierte der Verein in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen. 1936 übernahm der Bäckermeister Wilhelm Meier den Vorsitz des Vereins.
Weitere Angabe über das Vereinsleben bis zu seinem erneuten kriegsbedingtem Stillstand im Jahr 1940 gibt es nicht, da die Einträge für die Jahre 1937 bis 1939 aus dem Protokollbuch herausgeschnitten worden sind. |