Matjesessen der Warthe-Kompanie

  • 15. Februar 2021

Schon seit über 50 Jahren findet alljährlich am Freitag nach Aschermittwoch das Matjesessen der Warthe-Kompanie statt. Diese Anfang der 70er Jahre von dem leider schon verstorbenen ehemaligen Festausschussvorsitzenden Fritz Kaminski ins Leben gerufene Veranstaltung, war ein Dankeschön an die Vorstandskollegen für ihre ehrenamtlich geleistete Arbeit. Fritz war nicht nur der Ideengeber, sondern auch über viele Jahre der Spender des Matjes, der nicht genannt werden wollte.

 

In dem Zusammenhang ist auch unser Schützenbruder Hans-Dieter Wesner zu nennen. Er besorgt den Matjeshering. Damit der Fisch diesen tollen Geschmack bekommt, wird er bei ihm auch immer eingelegt. An dieser Stelle sei seiner Frau Lilo auch noch einmal gedankt, dass diese „recht ölige Veranstaltung“ immer im Hause Wesner stattfinden darf.

 

Das Erfolgsrezept:

Matjeshering, eingelegt in Zwiebeln und Öl
dazu Pellkartoffeln mit Specksoße
serviert mit ein biss… Bier, damit der Fisch auch gut schwimmt
und nette Gespräche in gemütlicher Runde.

Vor Jahrzehnten begonnen erfreut sich dieses Event immer noch großer Beliebtheit und

ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil im Terminkalender der Warthe-Kompanie geworden. Das traditionelle Matjesessen wird im Schnitt von über 90 Vorstandskollegen und einigen Gästen besucht.

Die ein oder andere Anekdote gibt es von Gästen zu erzählen, die zum ersten Mal das Matjesessen besuchten. So ist es vor einigen Jahren einmal vorgekommen, dass ein Hofherr die Specksoße, die zu den Pellkartoffeln gereicht wird, für eine Vorspeise hielt. Nachdem er das ganze Schälchen leer gelöffelt hatte, meinte er: „Die Vorspeise war schon Mal lecker und schön sämig!“

Wenn es einmal vorkommt, dass ein Ehrengast gar keinen Fisch mag, legt sich das Team der Verpflegungkommission um ihren langjährigen 1. Vorsitzende Ralf Böning richtig ins Zeug. Wie im Jahr 2016, als Ralf mit Unterstützung von Mike Stehr und Bernd Stangenberg den „Haxen-Hering“ kreierte und einem Hofherrn damit eine große Freude bereitete.

Im letzten Jahr fand das Matjesessen am Freitag, den 28. Februar statt. Es war die letzte große Veranstaltung der Schützenbruderschaft vor dem 1. Lockdown. An ihr nahmen auch noch einige Vorstandskollegen teil, die in der Zwischenzeit leider schon nicht mehr unter uns sind.

Da wir uns mittlerweile immer noch im 2. Lockdown befinden, kann das Matjesessen in diesem Jahr leider nicht stattfinden.

Ich freue mich schon jetzt darauf, wieder mit euch in der tollen Schützengemeinschaft feiern zu können. Bis dahin bleibt gesund, geduldig und zuversichtlich!

 

Mit bestem Schützengruß

Michael Neumann

-Hauptmann-