Die Gründung des Bürger-Schützenvereins Wewer und die Jahre bis 1914

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Kommandeur Schlüter

Nach der mündlichen Überlieferung sollen neben ideellen Gründen (als Gegenpart zum damals tonangebenden Kriegerverein, der sich sehr „exklusiv gebärdete“ und nur „gediente Reservisten“ in seine Reihen aufnahm), auch handfeste Interessen des Gastwirts Schonlau bei der Gründung des Bürgerschützenvereins Wewer am 13. März 1910 ausschlaggebend gewesen sein. Bei dieser Versammlung waren 88 Gründungsmitglieder anwesend. Zum Vorsitzenden („Kommandeur“) wurde Franz Schlüter gewählt. Der Aufbahmebeitrag betrug 1 Mark.

Kurz darauf wurde bereits das erste Schützenfest gefeiert. In der Dorfchronik heißt es: „Am 19. und 20. Juni feierte der junge Schützenverein sein erstes Schützenfest in den Gartenanlagen des Gastwirtes Schonlau. Die gesamte Bürgerschaft der Gemeinde beteiligte sich an dieser Feier. Auch war viel auswärtiger Besuch da. Die Königswürde hatte bei dem am Sonntag vorher stattgefundenen Vogelschießen der Maurer Franz Schonlau errungen, der Fräulein Wilhelmine Schlüter, die Tochter des Schützenoberst, zur Königin erwählte.“

In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich der Verein ständig weiter (die Mitgliederzahl lag 1914 bei etwa 150) und feierte jährlich sein Schützenfest, bis dann der Erste Weltkrieg dem Vereinsleben ein vorläufiges Ende setzte.

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Schützenfest 1910: Festzug mit dem Wagen der Hofdamen

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Schützenfest 1911: Vorstand und Hofstaat