Die Zeit zwischen den Weltkriegen (1919 – 1939)

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Schützenfest 1931

Am 23. März 1919 fand die erste Generalversammlung nach dem Krieg statt, das erste Schützenfest folgte erst ein Jahr später. Ebenfalls 1920 trat Franz Schlüter aus Altersgründen von seinem Amt zurück. Als Nachfolger wurde der Schreinermeister Friederich Reineke gewählt, der das Amt des Oberst bis zu seinem Tod im Jahr 1924 bekleidete. Ihm folgte der Bauer Clemens Block nach.

Im Inflationsjahr 1923 fand aufgrund der wirtschaftlichen Lage kein Schützenfest statt. 1925 wurde das Fest erstmals in der Gastsstätte Hasse gefeiert. Erwähnenswert ist dabei, dass am zweiten Tag ein Kalb geschlachtet wurde und alle Schützen zum Frühstück eingeladen waren – der  Beginn des traditionellen Schützenfrühstücks. Es ist bis heute einer der Höhepunkte eines jeden Schützenfestes.

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Schützenfest 1935

Als im Jahr 1933 die Zahl der Mitglieder auf 250 angestiegen war, wurde eine Aufteilung der Bruderschaft in ein Bataillon mit zwei Kompanien erforderlich. Die Schützenbrüder aus dem Oberdorf wurden in der 2. Kompanie zusammen gefasst, während die Schützen des Unterdorfes in der 1. Kompanie ihre neue Heimat fanden.

Die Zeit der Nazi-Herrschaft ging auch am Bürgerschützenverein Wewer nicht spurlos vorbei. Um dem von der Partei geforderten Anschluss an den Deutschen Schießsportverband (und damit der Kontrolle durch die Partei) zu entgehen, trat man im Jahr 1935 dem Westfälischen Heimatschutzverband bei und änderte den Namen in „Heimatschutzverein Wewer“. Außerdem feierte der Verein in jenem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. 1936 übernahm der Bäckermeister Wilhelm Meier den Vorsitz des Vereins.

Weitere Angabe über das Vereinsleben bis zu seinem erneuten, kriegsbedingten Stillstand im Jahr 1940 gibt es nicht, da die Einträge der Jahre 1937 bis 1939 aus dem Protokollbuch herausgeschnitten worden sind.

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Der Vorstand 1935

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Der Hofstaat 1939